Deutscher Hochschultag Guangzhou, 11. März 2009

Bereits zum fünften Mal organisierte das Information Center eine Vorstellung deutscher Hochschulen in Guangzhou. Während in den ersten beiden "Pionier"-Jahren (2006/2007) aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl noch eine Vortragstour durch verschiedene Top-Universitäten Guangzhous stattfand, entwickelten sich die letzten drei Veranstaltungen 2008-2009 zu messeähnlichen Formaten. Der diesjährige, am 11.3.2009, durchgeführte Hochschultag in Guangzhou war bereits der dritte innerhalb eines Jahres, da neben den beiden üblichen Märzveranstaltungen (2008; 2009) ein zusätzlicher Hochschultag während der "Deutschland und China" (DuC)-Wochen im Oktober 2008 hinzukam.

Wie stets im März orientierte sich der Hochschultag in Guangzhou zeitlich an der EHEF Hongkong (Sa/So-7./8.) und fand im Anschluss am darauffolgenden Mittwoch statt. Der DHT war insgesamt eine überaus gelungene und sehr erfolgreiche Veranstaltung, die sich aus einem gemeinsamen Empfang des Generalkonsuls und der IC Leiterin sowie einem ganztägigen Hochschultag zusammen setzte. Was den Hochschultag angeht, kann man ab 500 Besuchern aufgrund des Wochentagnachteils von einem Erfolg sprechen; deshalb waren wir mit knapp 2000 interessierten Studierenden und durchschnittlich 60-80 Zuhörern pro Vortrag hochzufrieden. Die zum Teil begeisterten Hochschulvertreter, die sich sehr erfreut über die hohe Qualifikation der Studierenden zeigten, bestätigten diesen Eindruck, so dass wir dieses Format als zukunfts- und ausbaufähig betrachten.

 Am Vorabend des Deutschen Hochschultages gaben der deutsche Generalkonsul, Herr Eberhard Schuppius, und die Leiterin des DAAD Information Center Guangzhou, einen gemeinsamen Empfang in der Residenz des Generalkonsul. Zu diesem Empfang waren deutsche und chinesische Hochschulvertreter, Hochschulleitungen in Guangzhou, Deutschland-Alumni, chinesische Vertreter aus Politik, Wirtschaft und der Medienwelt sowie die in Guangzhou lebenden deutschen Studierenden und Wissenschaftler eingeladen. Vorrangiges Ziel des Empfangs war es, Kontakte unter den Anwesenden zu initiieren und es wurde ein sehr lebhafter und angeregter Abend, an dem zahlreiche hochrangige chinesische Hochschulvertreter teilnahmen und viele wichtige Kontakte geknüpft wurden. So führte der Vizepräsident der South China Normal University viele Gespräche mit deutschen Hochschulrepräsentanten und auch der Leiter des International Office der Xiamen University war ein beliebter Gesprächspartner. Diese Möglichkeit des Networkings im Vorfeld des DHT, was uns in diesem Jahr besonders gut gelang, wurde von allen Seiten sehr gut aufgenommen und wir erhielten ausgesprochen positives Feedback zu dem Empfangsabend.

Insgesamt nahmen neben sechs deutschen Hochschulvertretungen noch das Chinesisch-Deutsche Hochschulkolleg aus Shanghai teil. Die Akademische Prüfstelle Peking, die Visaabteilung des Generalkonsulats und das DAAD Information Center verstärkten die Informationsbreite rund um das Studium in Deutschland. Um Deutschlese- und lernmöglichkeiten in Guang zhou zu präsentieren, luden wir noch die vom Goethe Institut unterstützte Deutsche Informationsbibliothek der Sun Yat-sen Provinzbibliothek ein. Die Teilnehmer des DHT waren alle sehr zufrieden mit der Organisation und dem Ablauf der Veranstaltung und zeigten sich vor allem von der guten Qualifikation der Studierenden beeindruckt, die nicht nur fachlich interessant waren, sondern auch sprachlich mit sehr guten Englischkenntnissen überzeugten. Doch kamen auch zahlreiche deutschsprachige Interessenten, die später in Deutschland auf Deutsch weiterstudieren wollten; vor allem aus den Fachbereichen Ingenieurwissenschaften und Architektur.

Den knapp 2000 Besuchern des diesjährigen DHT bot sich an der SCUT (South China University of Technology, beste TU in Südchina) von 10-18 Uhr die Gelegenheit, an Informationsständen in persönlichen Kontakt zu den Hochschul- und Institutionsvertretern zu kommen. Parallel dazu hielten die Teilnehmer Vorträge im Seminarraum nebenan, um über die Hochschulen, bestimmte Studienprogramme und -voraussetzungen für das Studium in Deutschland zu informieren. Um die Grundvoraussetzungen und notwendigen Vorbereitungsmassnahmen zu vermitteln, begann ich mit der Vortragsreihe am Vormittag, gefolgt von der Akademischen Prüfstelle Peking und der Visa-Abteilung des Generalkonsulat Guangzhou. Am Nachmittag präsentierten die Hochschulvertreter.

Besucherprofil
Durch den DHT-Standort, eine Technische Universität, und den ausgezeichneten Ruf Deutschlands insbesondere in den Ingenieurwissenschaften kamen die meisten Anfragen aus dem Ingenieurbereich, gefolgt von Anfragen zu Wirtschafts-und Informatikstudiengängen sowie zu den Naturwissenschaften. Daneben vermerkten wir ungewöhnlich viele Architekturstudierende, die durch ihre deutschen Sprachkenntnisse auffielen. Doch waren auch zahlreiche Studierende aus der SYSU (Sun Yat-sen University) und anderen angrenzenden Hochschulen anzutreffen, womit bewiesen ist, dass der Universitätsstandort nicht von vorn herein ausschließlich Studierende der gastgebenden Hochschule anlockt, sondern auch die Werbung an anderen Hochschulen erfolgreich war.
Die meisten Anfragen kamen von Bachelorstudierenden, die sich nach weiterführenden Masterstudiengängen in Deutschland erkundigten. Auch war eine deutliche Zunahme von PhD-Anfragen zu verzeichnen. Insgesamt wurde erstaunlich wenig nach Fachrichtungswechsel gefragt.
Die englischen Fremdsprachenkenntnisse sind – wie in Guangzhou üblich – recht hoch einzuschätzen, aber die Bemühungen, Deutsch lernen zu wollen, wurden stark betont.
Viele Besucher fragen nach Bewerberauswahlverfahren, da andere Nationen bei solchen Veranstaltungen stets die Gunst der Stunde vor Ort nutzen und Bewerbungsgespräche oder Auswahltests am folgenden Tag anbieten

Werbung
Für die Werbung wurden insgesamt 500 Poster, 3000 Broschüren mit den wichtigsten Infos über die teilnehmenden Institutionen und 7000 Flyer gedruckt – diese Infomaterialien wurden an den wichtigsten Hochschulen verteilt. Weitere Informationen wurden auf Universitäts-Webseiten mit Hilfe der International Offices und in Universitätsforen durch studentische Helfer und Alumni verbreitet. Dies schien sehr gut zu funktionieren, da im Besucherfragebogen am häufigsten zur Frage nach der Infoquelle Poster an der Hochschule, gefolgt von Flyern, der Weitergabe der Info durch Freunde und Dozenten (Besucher unserer Studienberatung und Alumni) sowie die DAAD/IC-Webseite genannt wurden.

Insgesamt waren wir sehr zufrieden mit der Veranstaltung und es bestätigte sich erneut, dass das Format des DHT gut informierte und interessierte Studierende ansprach. Die Besucherzahl war dieses Mal besonders hoch und gut bis sehr gut qualifizierte Studierende bewiesen, dass ein auf Deutschland konzentrierter Hochschultag zufriedene Teilnehmer auf beiden Seiten hinterlässt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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